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Berlin:

https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/Webs/BMWSB/DE/2024/01/haushalt-2024.html

Der BMWSB-Haushalt ist ein starkes Signal für die Branche, Städte und Gemeinden

 02.02.2024

Der Etat des BMWSB wächst auf 10,4 Milliarden Euro an und ist damit einer der zentralen Investitionshaushalte dieser Bundesregierung.

Das Bauministerium hat in den letzten Monaten viele Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Bau- und Wohnungswirtschaft zu stabilisieren. Neben der Anhebung der Förderung für den sozialen Wohnungsbau auf die Rekordsumme von 18,15 Milliarden Euro, der Förderung des klimafreundlichen Neubaus und der Wohneigentumsförderung für Familien von über 2 Milliarden Euro, weist der Etat des BMWSB für 2024 drei zusätzliche Förderprogramme für neuen Wohnraum aus.

Dazu Klara Geywitz, Bundesbauministerin: "Diese Bundesregierung investiert Milliarden in den bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnungsbau, in lebenswerte Dörfer, Klein- und Großstädte und unterstützt Kommunen bei der energetischen Modernisierung ihrer Infrastruktur und der Sanierung kommunaler Einrichtungen und Parks. Der Etat des Bundesbauministeriums wächst von 4,6 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf 10,4 Milliarden Euro in diesem Jahr an und ist damit einer der zentralen Investitionshaushalte dieser Bundesregierung. Mit drei neuen Förderprogrammen für neuen Wohnraum stärken wir die Bauwirtschaft, reaktivieren flächensparend Bestandsimmobilien in Stadt und Land und fördern mit einem 1 Milliarden Euro-Förderprogramm niedrigpreisigen Wohnraum. Wir fördern damit sowohl Eigentumserwerb für den Mittelstand als auch Wohnen für Menschen mit kleinem Einkommen."

Die wichtigsten Investitionen des BMWSB auf einen Blick:

  • Der soziale Wohnungsbau läuft erfolgreich und wurde von den Ländern in 2023 sehr gut nachgefragt. Bis 2027 fließen insgesamt rund 45 Milliarden Euro des Bundes und der Länder in den sozialen Wohnungsbau.
  • Ein großer Erfolg ist auch das Programm Junges Wohnen, das wir mit 500 Millionen Euro jährlich jetzt fest etablieren. Studierende und Auszubildene kommen so am Ausbildungs- oder Studienort wieder an bezahlbare Wohnungen. Nach aktuellem Stand planen die Länder im Programmjahr 2023 insgesamt rund. 9.000 neue und modernisierte Wohnheimplätze für Studierende und Auszubildende.
  • Das Programm klimafreundlicher Neubau läuft sehr erfolgreich. In 2023 wurden dafür etwa 2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Damit wurden 46.000 Wohneinheiten gefördert, 830.000 t CO2 eingespart und rund. 17 Milliarden Euro an Investitionen ausgelöst. Das Programm wird nach Inkrafttreten des Haushalts fortgesetzt.
  • Das Programm zur Wohneigentumsförderung (WEF) wird mittlerweile verstärkt nachgefragt. Von den 1.675 Anträgen in 2023 wurden allein 800 im Dezember gestellt. Das Programm konnte kontinuierlich weiterlaufen und wird in 2024 mit 350 Millionen Euro fortgeführt. Die Einkommensgrenze für Familien wurde auf 90.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen erhöht und ab März werden die zinsverbilligten Kredite auch für eine Laufzeit von 20 Jahren verfügbar sein.
  • Das Programm für genossenschaftliches Wohnen erfreut sich zunehmend großer Beliebtheit. Nach 6 Millionen Euro in 2022 und 9 Millionen Euro in 2023 wird das Programm in 2024 mit 15 Millionen Euro fortgesetzt.
  • Das Programm "Altersgerechter Umbau" läuft seit Jahren sehr gut. Deshalb wurden die Mittel in 2024 von 75 Millionen Euro vom Parlament auf 150 Millionen Euro erhöht.

Berlin: 

https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/Webs/BMWSB/DE/2023/12/statement-wpg.html

Bundesrat verabschiedet Wärmeplanungsgesetz: Ländlicher Raum wird unterstützt

08.01.2024

Das Wärmeplanungsgesetz wird gemeinsam mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes zum 1. Januar 2024 in Kraft treten.

Heute hat der Bundesrat das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz) verabschiedet. Damit ist der Weg frei für die Schaffung einer klimafreundlichen und bezahlbaren Wärmeversorgung in Deutschland. Das Wärmeplanungsgesetz wird gemeinsam mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes zum 1. Januar 2024 in Kraft treten. Beide Gesetze tragen dazu bei, die Klimaziele im Jahr 2045 zu erreichen.

Dazu Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen:  "Ab dem 1. Januar 2024 werden in ganz Deutschland Wärmepläne erstellt. Das gibt den Bürgerinnen und Bürgern, den Unternehmen und Energieversorgern Sicherheit darüber, mit welcher Wärmeversorgung sie lokal rechnen können.

Viele Kommunen in Deutschland haben bereits eine Wärmeplanung oder haben mit der Planung schon angefangen. Die Kommunen, die sich jetzt auf den Weg machen, bekommen dafür Zeit und finanzielle Unterstützung für den Planungsprozess. Die 500 Millionen Euro stehen bereit, dies hat die Bundesregierung im Oktober 2023 dem Bundesrat schriftlich zugesichert.

Das Wärmeplanungsgesetz ist die Grundlage für unseren Quartiersansatz bei der Frage, wie wir unseren Gebäudebestand zur Einsparung von CO2 modernisieren. Auf EU-Ebene (EPBD) haben wir hart dafür gekämpft, dass nicht der Einzelne überfordert, sondern das Ganze in den Blick genommen wird.  Beim Wärmeplanungsgesetz wird nicht das einzelne Einfamilienhaus oder Mietshaus betrachtet, sondern der ganze Stadtteil bzw. die Gemeinde. Und hier entscheiden die über die lokale Wärmeversorgung, die sich vor Ort am besten auskennen: die Kommunen.

Zudem war es mir wichtig, dass mit diesem Gesetz, das Auswirkungen auf alle Regionen Deutschlands haben wird, die ländlichen Regionen unterstützt werden. Hier gibt es große Potentiale, u.a. durch Biomasse. Wir haben die Möglichkeiten für die Nutzung von Biomasse erweitert und so an die realen Bedingungen vor Ort angepasst. Die vor Inkrafttreten des Gesetzes genehmigten Anlagen sind zudem nicht bei der Bestimmung des Biomasseanteils einzurechnen. Dies gilt nun auch über das Jahr 2045 hinaus. Damit kann der Biomasseanteil in der Praxis auch die Begrenzung auf 25 Prozent (bis 2045) bzw. 15 Prozent (ab 2045) übersteigen. Diese Regelung kommt auch den Bioenergiedörfern in Deutschland zugute.

Berlin:

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Staerkster-Rueckgang-bei-Immobilienpreisen-seit-2000-article24618272.html

Stärkster Rückgang bei Immobilienpreisen seit 2000

22.12.2023

Die hohe Inflation und gestiegene Finanzierungskosten schlagen sich auf dem deutschen Immobilienmarkt nieder. Die Preise für Wohnimmobilien sind so stark gesunken wie seit 23 Jahren nicht mehr. Gebremst wird der Preisverfall aber von der Krise im Wohnungsbau.

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im dritten Quartal erneut in Rekordtempo gesunken. Sie fielen von Juli bis September um durchschnittlich 10,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000. Die bis dahin stärksten Rückgänge hatte es im ersten (minus 6,8 Prozent) und zweiten Quartal 2023 (minus 9,6 Prozent) gegeben.

Berlin:

https://vdiv.de/news-details/wohngipfel-bundesregierung-praesentiert-massnahmenpaket

Wohngipfel: Bundesregierung präsentiert Maßnahmenpaket

02.10.2023

Die Mitglieder des Bündnisses bezahlbarer Wohnraum haben mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesbauministerin Klara Geywitz eine Bilanz der bisherigen Arbeit gezogen. Mit einem Paket aus 14 Maßnahmen will die Bundesregierung zusätzliche Investitionen in den Wohnungsbau ankurbeln und die Bau- und Immobilienbranche wirtschaftlich stabilisieren.

Die zentralen Ziele des Maßnahmenpakets sind: Insolvenzen und Stellenabbau müssen möglichst vermieden, Planungs- und Genehmigungsprozesse sowie das Bauen insgesamt beschleunigt, Bürokratie abgebaut, Digitalisierung forciert und innovative Bauverfahren befördert werden.

Unter anderem will die Bundesregierung mit den 16 Ländern einen "Pakt für Planungs- und Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung" abschließen. Die Länder planten bereits jetzt zur nächsten Fachkonferenz im November 2023 zahlreiche Änderungen in den Landesbauordnungen vorzunehmen, heißt es seitens der Bundesregierung. Dazu gehöre unter anderem eine bis 2026 befristete zeitliche Begrenzung der Dauer aller Genehmigungsverfahren auf drei Monate, die Vereinheitlichung der Regelungen zu Kfz-Stellplatzanforderungen und die Genehmigungsfreiheit von Nutzungsänderungen von Dachgeschossen zu Wohnzwecken unter bestimmten Bedingungen. „Diese Schritte gehen in die richtige Richtung. Aber warum so spät?“ so die Einschätzung von Martin Kaßler, Geschäftsführer des VDIV Deutschland. „Begrüßenswert ist zudem, dass die Bundesregierung nicht nur den Neubau forcieren will, sondern den Kauf von Bestandsimmobilien. Hier sollen die Fördergrenzen für junge Familien deutlich erhöht werden. Das Konzept ‚Jung kauft alt‘ funktioniert bereits in vielen Kommunen sehr erfolgreich. Auch der Wegfall des EH-40-Standards für den Neubau war dringend geboten“ Positiv bewertet der VDIV D  auch die Pläne, den Umbau von leerstehenden Büros und Läden zu neuen Wohnungen in den kommenden beiden Jahren mit Hilfe von 480 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds anzukurbeln. “Es bleibt aber zu konstatieren: ohne die Länder wird es nicht funktionieren. Von daher ist bspw. das Absenken der Grunderwerbsteuer für selbstgenutztes Eigentum wohl auch weiter nur ein frommer Wunsch.“, so Kaßler

 

Berlin:

https://www.tagesschau.de/inland/wohnungsgipfel-anreize-100.html

Regierung weitet Bauförderung aus

September 2023 

Wie kann schnell neuer Wohnraum entstehen? Darüber soll heute im Kanzleramt beim Wohnungsbaugipfel diskutiert werden. Das Bauministerium will laut ARD-Hauptstadtstudio neue Anreize für Häuslebauer präsentieren.

Der Kanzler hat Bauen und Wohnen am Wochenende zum Wahlkampfthema in Bayern gemacht. Auf einer SPD-Veranstaltung in Nürnberg forderte Olaf Scholz die Kommunen auf, mehr Bauland auszuweisen. "Aber wir müssen auch dafür Sorge tragen, dass man billiger bauen kann", rief der Kanzler in die Menge. Billiger bauen - das ist zurzeit leichter gesagt als getan. Die Preise für Baumaterialien liegen auf Rekordniveau, die Zinsen für Immobilienkredite sind ebenfalls hoch.

Zumindest an diesem Punkt sieht das Bundesbauministerium eine Möglichkeit für Entlastungen. Es stockt ein Förderprogramm für Familien auf, die ein Eigenheim nach strengen Energiestandards bauen oder eine entsprechende Wohnung kaufen wollen: die sogenannte Wohneigentumsförderung. Dabei geht es um vergünstigte Baukredite über die staatliche Förderbank KfW. Künftig können mehr Familien von dem Programm profitieren, indem die Höchstgrenze des Jahreseinkommens steigt.

Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios wird sie von 60.000 Euro bei einer dreiköpfigen Familie auf 90.000 Euro heraufgesetzt. Das Bauministerium setzt auch die Kreditsumme hoch: Die Beispielfamilie bekommt maximal 170.000 Euro bei der KfW, 30.000 Euro mehr als bisher. Der effektive Jahreszins soll bei 0,5 Prozent liegen.

Mehr Familien sollen von Förderprogramm profitieren

Bundesbauministerin Klara Geywitz hofft, dass unter diesen Konditionen mehr Familien als bisher die Wohneigentumsförderung beantragen. Bisher kommt das Programm nämlich kaum bei den Menschen an. Für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen sind Bauprojekte nach dem Energiestandard EH40 kaum finanzierbar. Entsprechend sind seit Start des Programms im Juni gerade einmal 245 Anträge eingegangen. "Wir verbessern deshalb die Förderbedingungen und machen damit das Programm attraktiver", erklärt Geywitz.

Zumindest koalitionsintern bekommt die Ministerin Unterstützung. Grünen-Co-Chefin Ricarda Lang sagt im Interview mit dem SWR: "Grundsätzlich ist es in Zeiten der Inflation gut, mehr Menschen das Bauen zu ermöglichen." Doch Lang stellt auch klar: Es müsse noch deutlich mehr passieren, damit es beim Haus- und Wohnungsbau wieder voran geht. Sie bringt ein Investitionsprogramm ins Spiel: Der Bund solle 30 Milliarden Euro bereitstellen, die direkt an die Baubranche gehen. Nach ihren Worten profitieren davon alle, wenn Deutschland stärker auf Wachstumskurs käme und mehr Wohnraum zur Verfügung stehe.

Forderungen nach Bau-Konjunkturprogramm

Gegen staatliche Subventionsprogramme hätte auch die Bauindustrie nichts einzuwenden. Die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt fordert gar ein 50 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket. Die Immobilienbranche schraubt ihre Erwartungen an das heutige Spitzentreffen nicht ganz so hoch. Auf der Wunschliste des Zentralen Immobilienausschusses (ZIA), einem Dachverband der Branche, stehen weitere staatliche Kreditprogramme über die Förderbank KfW. Ohne solche Angebote zu niedrigen Zinsen würden Großinvestoren keine neuen Projekte starten, sagt ZIA-Präsident Andreas Mattner.

Er macht eine einfache Rechnung auf: Die Rendite beim Bau von Mietwohnungen liege aktuell bei etwa zwei Prozent, die Kreditzinsen aber bei vier bis fünf Prozent. "Da müssen sie also noch Geld mitbringen. Dass das nicht zum Ergebnis führt, kann sich jeder ausrechnen." Dabei ist es gerade jetzt nötig, dass Wohnungen in großer Zahl entstehen.

Mehrere Institute gehen davon aus, dass bald schon 700.000 Wohnungen in Deutschland fehlen werden. "Das sind der gesamte Bestand von Bremen und dem Saarland zusammengenommen", gibt Mattner zu Bedenken. Der Bedarf steige weiter, weil immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland kämen. "Das läuft in ein gigantisches Chaos."

 

 

Berlin:

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/gruene-bauwirtschaft-foerderung-100.html

Vorschlag der Bundestagsfraktion Grüne wollen Milliarden in Bauförderung investieren

August 2023

Die Ampelkoalition diskutiert über Maßnahmen, mit der die Konjunktur wieder Schwung aufnehmen soll. Die Grünen-Bundestagsfraktion macht nun einen neuen Vorschlag: Sie plant Milliardeninvestitionen besonders zur Stärkung der Bauwirtschaft.

 

Zur Belebung der schwächelnden Konjunktur schlagen Spitzenvertreter der Grünen-Bundestagsfraktion ein Investitionsprogramm mit besonderem Fokus auf die Baubranche vor. "Wir gehen als Bund kräftige Schritte voran und stellen die dringend notwendigen Investitionen von insgesamt 30 Mrd. Euro zur Verfügung", heißt es in einem Papier der Fraktionsvorsitzenden Katharina Dröge sowie der beiden Vizes Andreas Audretsch und Julia Verlinden, das dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland darüber berichtet.

Das Geld soll nach Vorstellungen der Grünen-Politikerinnen und -Politiker insbesondere aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) kommen. Dieser in der Corona-Pandemie errichtete Sondertopf wurde in der Energiekrise reaktiviert, um deren Folgen abzufedern.

Es brauche einen Investitionsimpuls für Wirtschaft, Jobs und Klima, erklärte Dröge. "Deshalb schlagen wir ein Investitionsprogramm zur Stärkung der Bauwirtschaft und Industrie vor, indem wir insbesondere die staatliche Förderung für den sozialen Wohnungsbau und die energetische Gebäudesanierung deutlich erhöhen und den sozialen Wohnungsbau vorantreiben."

 

Berlin:

https://www.deutschlandfunk.de/kabinett-billigt-milliarden-fuer-klimafonds-100.html

Bundesregierung:  Kabinett billigt Milliarden für Klimafonds

August 2023

Das Bundeskabinett hat Details für den Klima- und Transformationsfonds auf den Weg gebracht. Aus diesem Sondervermögen sollen ab dem Jahr 2024 Milliardensummen für Gebäudesanierung, Elektromobilität und zur Ansiedelung von Halbleiter-Fabriken fließen.

Es speist sich unter anderem aus der nationalen CO2-Bepreisung im Verkehrs- und Wärmebereich. Die Einnahmen sollen laut Entwurf um rund 2,3 Milliarden auf rund 10,9 Milliarden Euro steigen. Dazu zählt, dass der CO2-Preis beim Tanken und Heizen mit fossilen Energien im kommenden Jahr um zehn auf 40 Euro pro Tonne Kohlendioxid angehoben wird, wie aus Regierungskreisen verlautete. Nach Branchenberechnungen werden Benzin und Diesel dadurch um etwa vier Cent pro Liter teurer. Eine Erhöhung schon zum Januar 2023 hatte die Koalition wegen der Energiekrise verschoben.

Der vom Kabinett gebilligte Wirtschaftsplan regelt die Ausgaben und Einnahmen des Fonds, der keinerlei Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt mehr erhalten soll. Neben der CO2-Bepreisung sollen auch Erlöse aus dem europäischen Emissionshandel in den Fonds fließen.

Ausgaben in Höhe von 57,6 Milliarden Euro geplant

Auf der Ausgabenseite stehen für 2024 rund 57,6 Milliarden Euro. Insgesamt werden zwischen 2024 und 2027 rund 211,8 Milliarden bereitgestellt. Förderschwerpunkt sei im kommenden Jahr der Gebäudebereich mit allein fast 19 Milliarden Euro für die Bundesförderung energieeffiziente Gebäude. Für die EEG-Förderung, die seit dem 1. Juli 2022 vollständig aus Bundesmitteln finanziert wird, sind demnach 2024 12,6 Milliarden Euro eingeplant. Die Weiterentwicklung der Elektromobilität inklusive des Ausbaus der Ladeinfrastruktur soll mit rund 4,7 Milliarden Euro gefördert werden. Zur Förderung der Halbleiterproduktion stehen im Jahr 2024 rund vier Milliarden Euro und für den Aufbau der Wasserstoffindustrie insgesamt rund 3,8 Milliarden Euro zur Verfügung.

Darüber hinaus sind im Klima- und Transformationsfonds – kurz KTF – erstmals auch Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur vorgesehen, und zwar in Höhe von vier Milliarden Euro für 2024.

 

 

Berlin: 

https://www.focus.de/finanzen/news/haertere-bussgelder-drohen-

heizung-daemmung-rohre-das-aendert-sich-alles-2024-fuer-hausbesitzer

Mai 2023

Um die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern und den Klimaschutz

zu fördern, treten ab Januar 2024 neue Regelungen im Gebäude-energiegesetz

in Kraft. Sie betreffen nicht nur das Heizen. FOCUS online erklärt, wer betroffen

ist und was sich genau ändert.

Die Bundesregierung hat ein umstrittenes Heizungsverbot beschlossen. Ab dem 1. Januar 2024 dürfen nur noch neue Heizungen eingebaut werden, die zu 65 Prozent

mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Ausnahmen und Förderungen sind

vorgesehen. Der Weiterbetrieb alter Gas- und Ölheizungen ist weiterhin möglich,

ebenso wie deren Wartung und Reparatur. Erst bei einem anstehenden Austausch

müssen sich die Haushalte an die neue Regel halten.

Es ist nicht die einzige Änderung, die geplant ist. Vielen Haushalten droht eine massive

Sanierungspflicht. Denn die Neuerungen im sogenannten Gebäudeenergiegesetz (GEG) betreffen nicht nur die Heizungen. FOCUS online zitiert aus dem Entwurf des Gesetzestextes 

und sagt, was das für Haushalte konkret bedeutet.

Das neue Gebäudeenergiegesetz der Bundesregierung ist noch nicht verabschiedet.

Es soll am 12. Mai 2023 im Bundesrat beraten werden. Die einzelnen Bundesländer

haben deutliche Änderungswünsche, sie wollen zum Beispiel eine Fristverlängerung.

Für Privathaushalte soll es z.B. eine Übergangsfrist bis 2027 geben.

Karlsruhe:

https://www.google.com/search?q=Bundesgerichtshof&oq=Bundesgerichtshof&gs_lcrp

BGH entscheidet umstrittene FrageKein Ver­brau­cher­bau­ver­trag bei nur ein­zelnen Gewerken

Liegt ein Verbraucherbauvertrag auch bei nur einzelnen Gewerken vor? Das war seit Einführung des § 650i BGB umstritten und hat nun erstmals den BGH beschäftigt.

Wird beim privaten Hausbau nicht ein Generalunternehmer mit der Errichtung des ganzen Hauses beauftragt, sondern jeweils einzelne Handwerksunternehmen, liegt kein Verbraucherbauvertrag vor. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden und damit Klarheit in einer bisher umstrittenen Frage geschaffen (Urt. v. 16.03.2023, Az. VII ZR 94/22).

Ausgangspunkt für den Rechtsstreit war der Hausbau eines pfälzischen Ehepaars. Dafür beauftragten sie mehrere Handwerksunternehmen, wobei sie beim Innen- und Außenputz unzufrieden mit der erbrachten Leistung waren und deshalb die Zahlung zunächst teilweise verweigerten. Als sie auch auf die vom Handwerker geforderten Bauhandwerkersicherung (§ 650f Abs. 1 S. 1 BGB) nicht eingingen, klagte dieser gegen die Bauherren.

Die streitentscheidende Frage war hier, ob ein Verbraucherbauvertrag nach § 650i BGB vorliegt. Dieser wurde erst 2018 gesetzlich normiert und setzt in Abs. 1 Alt. 1 voraus, dass es sich um einen Vertrag mit einem Verbraucher handelt, durch den der Unternehmer zum Bau eines neuen Gebäudes verpflichtet wird. Streitentscheidend war die Frage hier, weil nur beim Vorliegen eines Verbraucherbauvertrags eine Regelung zugunsten der Bauherren greifen würde und die Klage des Handwerkers dann insoweit unbegründet wäre (§ 650 Abs. 6 Nr. 2 Alt. 1 BGB).

Das Landgericht (LG) Landau in der Pfalz hatte der Klage des Handwerkers zunächst stattgegeben, im Berufungsverfahren entschied das Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken wiederum zugunsten des Ehepaars. 

Berlin/Stuttgart: 

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2023/03/berlin-baumaengel-humboldthafenbruecke-hauptbahnhof-s-bahn.html

Humboldthafenbrücke Baumängel am Hauptbahnhof: Neue S-Bahn verzögert sich

An der Humboldthafenbrücke am Berliner Hauptbahnhof soll es erhebliche Baumängel geben.

Wie das Magazin "Der Spiegel" [Bezahlschranke] schreibt, bröselt der Beton unter der Brücke an einem der Stabtragwerke. Die Beton-Stahl-Konstruktion müsse nach bahninternen Angaben komplett erneuert werden. Vor rund einem Jahr wurde eine Hilfskonstruktion errichtet, deshalb können S-Bahnen sowie Züge des Fern- und Regionalverkehrs die Brücke über den Humboldthafen und die Spree derzeit noch passieren.

 

Kabeldiebstahl , Einschränkungen auf mehreren S-Bahnlinien

Bauarbeiten für neue S-Bahnlinie 21 müssen gestoppt werden

Die Bauarbeiten für die neue S-Bahnlinie 21 müssen aber gestoppt werden. Erst wenn alle Schäden geprüft sind, könne weitergebaut werden, sagte ein Bahnsprecher. Die Fertigstellung der geplanten S21-Strecke im Jahr 2026 sei nicht mehr realistisch.

Die Mehrkosten, die dadurch für das Projekt City-S-Bahn anfallen, können laut Bahn noch nicht genau beziffert werden. Die neue S-Bahnlinie soll vom Wedding über den Hauptbahnhof und den Potsdamer Platz zur Yorckstraße führen.

 

 

 

 

Berlin: Flughafen BER

(Quelle: https:/www.morgenpost.de/flughafen-BER/article228468111/Flughafen-BER-Noch-       ueber-5000-Baumaengel.html)

Am 31. Oktober soll es endlich soweit sein.

Mit neun Jahren Verspätung und nach sechs verschobenen Eröffnungsterminen soll der BER als neuer Hauptstadtflughafen in Berlin eröffnen. Der TÜV hat seine Prüfungen in weiteren Teilen des Terminals abgeschlossen. Doch offenbar gibt es noch Tausende Mängel abzuarbeiten, konkret: rund 5000 allein bei den Kabeln. Dies berichtet das Onlineportal "Business Insider" und beruft sich dabei auf vertrauliche Protokolle und Bauberichte.

Mit Stand vom 7. Februar bestehen demnach insgesamt noch rund 5000 "wesentliche Mängel" allein bei den Kabeltrassen. Laut dem Bericht sind mehr als 1000 Mängel offen. Bei 3300 Mängeln prüfe der TÜV noch, ob das Problem beseitigt wurde. Bei 700 Punkten hätten die Sachverständigen die angebliche Lösung zurückgewiesen, und die Sichtungsdurchgänge müssten wiederholt werden.

Stuttgart:  S21

(Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/maengel-bei-stuttgart-21-einbahnhof-im-       ausnahmezustand-1.14937)

Jetzt auch noch Fehler beim Brandschutz

Zuletzt erwischte es am Montag einen Test-Zug, der eigentlich zeigen sollte, dass die gesperrten Gleise wieder freigegeben werden können. Offenbar hat die Bahn ernste Probleme, den Zugverkehr auf dem durch die Baustelle verengten Gleisvorfeld zu organisieren: Experten vermuten, die neuen Schienen könnten zu eng gesetzt sein. Die S 21-Gegner wittern deshalb schon wieder Hoffnung, das ganze Projekt könnte entgleisen.

Am Bahnhof herrscht Ausnahmezustand, ICs aus München können nur in Esslingen halten. Und in diese Szene platzte am Donnerstag dann noch ein Gutachten, dass der Bahn bescheinigt, "kein funktions- und genehmigungsfähiges Konzept für Brandschutz, Sicherheit und Entrauchung" im Tiefbahnhof zu haben. Die Evakuierung bei Feuer dauere mit bis zu 32 Minuten zu lang, heißt es darin, Flüchtende könnten "kontaminierte Luft einatmen".

Die Studie der renommierten Schweizer Firma Gruner hat die Bahn selbst beauftragt, ebenso wie eine zweite, die zu einem positiven Urteil kommt. Die Bahn versicherte, Brandschutz habe "höchste Priorität", mögliche Nachbesserungen seien ein "normaler Vorgang". Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) fordert nun in einem Brief an Bahnchef Rüdiger Grube "unverzügliche und vollständige Aufklärung". Er finde es "in hohem Maße ärgerlich", dass die Bahn dem Land das Gutachten verschwiegen habe.

München: Pinakothek

(Quelle: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-pinakothek-der-moderne-

  baumaengel-rotunde-1.5672426)

Wieder ein Baumangel an der Pinakothek der Moderne

Gerade hat das Museum sein 20-jähriges Bestehen gefeiert - da wird festgestellt, dass es einen Schaden an der Rotunde gibt. Und das ist nicht der erste Baumangel. Bis auf weiteres bleibt das Haus geschlossen.

Wer vergangene Woche fürs Wochenende einen Museumsbesuch in der Münchner Pinakothek der Moderne geplant hatte, stand am Samstag vor verschlossenen Türen. Daran zu lesen die Information: "Aufgrund sicherheitsrelevanter Baumängel im Bereich der Rotunden-Glasdecke bleibt die Pinakothek der Moderne vorsorglich am Samstag, 08.10., und Sonntag, 09.10.2022, geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis." Unterzeichnet von Bernhard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Die Information fand sich auch auf der Homepage des Museum. Jedoch war sie nach Auskunft der Pressestelle der Pinakothek erst am Freitagabend gegen 18 Uhr veröffentlicht worden, nachdem man von dem Schaden Kenntnis erlangt hatte.

An diesem Montag, an dem die Pinakothek der Moderne wie immer regulär geschlossen war, war nun eine Gutachterin des zuständigen staatlichen Bauamts München 1 vor Ort und untersuchte das Glasdach. Zunächst hieß es, man könne wieder öffnen. Dann am Abend kam die Nachricht aus dem Bauamt: Die zentrale Scheibe weise Risse auf. Das Haus müsse bis auf weiteres geschlossen bleiben.

 


Diese Baumängel treffen Neubauten

(Quelle:dpa-infocom,https:/www.sueddeutsche.de/wirtschaft/immobilien-diese-baumaengel-treffen-neubauten-besonders-haeufig-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220314-99-513413)

Berlin (dpa/tmn) - Drei Viertel aller neu gebauten Ein- und Zweifamilienhäuser weisen Mängel innerhalb der ersten fünf Jahre nach dem Bau auf.

 

Das ist das Ergebnis einer Studie durch das Institut für Bauforschung im Auftrag des Bauherren-Schutzbund.
40 Prozent der untersuchten Gebäude hatten Baumängel an der Konstruktion, 38 Prozent Mängel an der technischen Ausrüstung. Schaut man sich die einzelnen Bauteile an, sind die Fassade mit 28 Prozent sowie die Innenwände, Heizungsanlagen und Fenster mit jeweils 26 Prozent am Häufigsten betroffen.
Fast der Hälfte aller erfassten Mängel waren Risse an den Innen- und Außenwänden, berichtet der BSB. Feuchtigkeit kam in 32 Prozent der untersuchten Gebäude vor.
Die Kosten für die Beseitigung der Baumängel lagen in 20 Prozent der Fälle unter 500 Euro. Bei 25 Prozent waren es jedoch Kosten von 10 000 Euro und mehr.
Die gute Nachricht: Für Neubauten gilt eine Gewährleistungspflicht von fünf Jahren. In dieser Zeit müssen die Baufirmen und Handwerker für Baumängel noch aufkommen und sie beheben. Ist die Gewährleistungsfrist abgelaufen, müssen Haus- und Wohnungsbesitzer Mängel in der Regel auf eigene Kosten reparieren lassen.
Daher sollte man nicht nur bei der Bauabnahme seine Immobilie gut im Blick behalten, sondern auch in den ersten Jahren danach immer mal wieder. Vor allem etwa ein Jahr nach Erstbezug lohnt sich das laut Bauherren-Schutzbund (BSB). Denn dann ist das Gebäude noch weiter ausgetrocknet und die technischen Anlagen im Haus wie die Heizung wurden in Betrieb genommen.
Der BSB rät außerdem, die Anlagentechnik auch wirklich vollumfänglich zu nutzen, da sonst keine Störungen erkannt werden können. Achten kann man zum Beispiel auch auf Leckagen, die auf eine fehlerhafte Abdichtungsarbeit hindeuten. Risse können Anzeichen für statische und baukonstruktive Mängel sein.
Wem es schwerfällt, mögliche Mängel einzuschätzen, der findet Hilfe bei Sachverständigen. Dafür sollte man beim Hausbau und für die Folgezeit zusätzliches Geld für das Honorar der Bauberater einplanen.
Es gibt in Deutschland mehrere Vereinigungen von Sachverständigen, etwa den Bauherren-Schutzbund, den Verband Privater Bauherren, den Verein zur Qualitäts-Kontrolle am Bau sowie die Verbraucherzentralen. Auch die Architektenkammern der Bundesländer vermitteln Sachverständige.
Weitere Verbände in diesem Bereich sind der Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger Bundesverband Deutscher Sachverständiger und Fachgutachter und Bundesverband Freier Sachverständiger. Viele der Organisationen haben eine Experten-Suchfunktion auf ihren Webseiten.

Baumängel / Wohnen

(Quelle:https:/www.infranken.de/ratgeber/wohnen/studie-diese-baumaengel-weisen-neubauten-in-den-ersten-fuenf-jahren-auf-art-5440671)

 

Studie: Diese Baumängel weisen Neubauten in den ersten fünf Jahren auf - was das für Hausbesitzer bedeutet

 

Nach einer Studie des Bauherrenschutzbundes weisen Neubauten in den ersten fünf Jahren Mängel auf. Sie treten besonders an der Baukonstruktion und an den technischen Anlagen in Erscheinung.
Nach einer anstrengenden Bauzeit freuen sich Bauherren auf ihr Wohnglück. Doch wer denkt, dass mit der Endabnahme alle baulichen Probleme beseitigt wären, täuscht sich. Eine vom Bauherren-Schutzbund (BSB) in Auftrag gegebene Studie über Probleme und Mängel in der Gewährleistungszeit lieferte das Ergebnis, dass drei Viertel aller privaten Neubauten innerhalb der ersten fünf Jahre Mängel aufweisen. Die Kostenspanne liegt hierbei zwischen 500 und 10.000 Euro, vereinzelt sogar darüber.
Untersucht wurden 116 Bauobjekte, wovon die meisten Einfamilienhäuser (68 %) waren. Auch Zweifamilien-, Reihen- und Doppelhäuser wurden unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: 76 Prozent der Häuser hatten Mängel innerhalb der Gewährleistungszeit. Am häufigsten in der Bauphase und im ersten Jahr nach der Fertigstellung.
Die Mängel fanden sich vor allem an der Baukonstruktion und an den technischen Anlagen. Gut 40 Prozent der Häuser wiesen Schäden an ihren Außen- und Innenwänden auf, 38 Prozent an ihrer technischen Gebäudeausrüstung, wie z.B. an Heizungs-, Lüftungs- oder Solaranlagen.
Bei genauer Betrachtung der baukonstruktiven Probleme von Außen- und Innenwänden zeigt sich, dass die Mängel am meisten durch Rissbildungen (50 %), Feuchtigkeit (32 %) oder durch Farb- und Putzablösungen sowie Materialausbrüche (29 %) in Erscheinung treten. Besonders anfällig sind auch die außen- und erdberührten Bauteile.
Mängel können innerhalb der Gewährleistungsfrist nie vollständig ausgeschlossen werden. Neubauten sind heutzutage sehr komplex, da die Bauteile überwiegend mehrschichtig und die Anlagen mit Hightech-Systemen ausgestattet sind. Alles muss exakt geplant und aufeinander abgestimmt werden, um spätere Schäden oder Mängel zu vermeiden - eine Herausforderung für die am Bau beteiligten Ingenieurinnen, Architektinnen, Handwerkerinnen und nicht zuletzt für die Hersteller von Anlagen.
Unzureichende Abdichtungsarbeiten fallen meist erst später auf, wenn Feuchtigkeit z.B. durch Lecke in das Bauwerk eingedrungen ist und anschließend Feuchtigkeitsschäden sichtbar werden. Auch statische oder konstruktive Mängel können erst nach einigen Jahren in Form von Rissbildungen auftreten. Eine ungenügend funktionierende Heizung macht sich außerdem erst im Winter nach dem Einzug bemerkbar. 
Für Laien ist es schwierig, oft sogar unmöglich, zu erkennen, ob es sich bei den festgestellten Problemen wirklich um einen baulichen Mangel oder um einen Schaden handelt, der vom Bauherrn selbst verursacht und behoben werden muss. Eine regelmäßige Baubegutachtung und die Bauqualität durch eine professionelle Baubegleitung zu sichern, kann hierfür die richtige Lösung sein; auch nach Beendigung der Bauabnahme.
Bauliche Mängel können rechtzeitig entdeckt werden, bevor die Schäden größer und kostspieliger werden. Der Bauherren Schutzbund empfiehlt hierfür folgendes:
Das Hinzuziehen von baubegleitenden und unabhängigen Qualitätskontrollen durch Sachverständige während der Bauphase. Hierdurch können bestehende, sich ankündende Mängel oder Risiken rechtzeitig erkannt werden.
Die volle Ausnutzung der Anlagentechnik. Beispielsweise kann bereits durch eine abgeschaltete oder gering genutzte Lüftungsanlage Feuchtigkeit in das Gebäude eindringen. Zudem können laut BSB an Anlagen, die langfristig außer Betrieb sind, technische Probleme entstehen.
Die Einhaltung der Wartungsintervalle für die technischen Anlagen. Bei Wartungsvorgängen werden die Anlagen gereinigt und regelmäßig auf ihre Funktionalität getestet. Falls nötig, werden sie dann in ihrer Funktionsleistung angepasst und optimiert.

Wer baut, braucht gute Nerven

(Quelle:https://www.stern.de/wirtschaft/immobilien/ratgeber-eigenheim/baumaengel-wie-sie-sich-wehren-koennen-3079358.html)

 

Wenn die Handwerker gehen, bleiben oft Baumängel zurück

 

Wie Sie sich schützen können und worauf Sie bei der Bauabnahme achten sollten.
Ein paar Wochen vor dem geplanten Einzugstermin in sein neues Haus in Hannover musste Daniel Ohmes ganz tapfer sein: Fliesen fehlten, im Keller stand das Wasser, die Treppe war falsch eingebaut, sodass Kinder in die Lücke zwischen Stufen und Wand hätten stürzen können, die Garage war stark durchfeuchtet. Nachdem der Familienvater erklärte, die letzte Rate erst nach Behebung der Mängel zahlen zu wollen, stellten die Handwerker die Arbeit ein. Der von Ohmes engagierte Architekt Alwin Muschter, Berater im Auftrag der Verbraucherzentrale Niedersachsen, fand insgesamt 27 Mängel. Ohmes musste 32.000 Euro zusätzlich ausgeben, damit andere Handwerker sein Haus bewohnbar machten.


Wohnungsbau:

(Quelle:https:/www.haustec.de/management/markt/wohnungsbau-schadenzahlen-weiterhin-auf-hohem-niveau)

Schadenzahlen weiterhin auf hohem Niveau


Fast 85 Prozent der untersuchten Schäden gehen auf eine unzureichende Planung, Bauleitung und Bauüberwachung. Betroffen sind insbesondere das Dach, die Geschossdecken sowie Fußböden und Wände.
Zum dritten Mal nach 2015 und 2018 hat der Bauherren-Schutzbund (BSB) die „Analyse der Entwicklung der Bauschäden und der Bauschadenkosten“ beim Institut für Bauforschung (IfB) in Auftrag gegeben und veröffentlicht. Der Bericht wertet über 8.000 Versicherungsfälle der AIA AG aus und ermittelt für den Zeitraum 2002 bis 2022 die Anzahl und Kosten von Bauschäden, Schadenstellen und Schadenursachen beim Neubau von Wohngebäuden.
Über die letzten 20 Jahre weist die Entwicklung der absoluten gemeldeten Schadenzahlen einen leichten Rückgang auf. So wurden an die AIA Versicherung in den Jahren 2017 bis 2021 insgesamt 1.771 Schadenmeldungen abgegeben. 2012 bis 2016 waren es noch 2.004 Meldungen. Was auf den ersten Blick vor dem Hintergrund stetig steigender Bautätigkeit positiv erscheint, kann sich jedoch bald ins Gegenteil wenden. BSB-Geschäftsführer Florian Becker erklärt: „Es muss davon ausgegangen werden, dass in den letzten Jahren noch viele Schäden, die bisher noch nicht gemeldet wurden, hinzukommen werden.“
Entwicklung der Schadenstellen und Schadenbilder
Fast zwei Drittel der Schadenstellen verteilen sich auf die klassischen Bereiche. Hierzu zählen vor allem mehrere Bauteile der Konstruktion, z.B. das Dach, die Geschossdecken sowie Fußböden und Wände. Auch bei den Schadenbildern ergibt sich ein erwartbares Bild: 80 Prozent der untersuchten Fälle weisen auf wenige typische Ausprägungen hin, wie z.B. Feuchteschäden, nicht vorschriftsmäßig erbrachte Leistungen oder Rissbildungen.
Sowohl die Schadenstellen als auch die Schadenbilder belegen, dass immer häufiger mehrere Bauteile betroffen sind, dass mehrere Mängel gleichzeitig gemeldet werden, oder dass eine Zuordnung zum Zeitpunkt der Meldung noch gar nicht möglich ist. „Die Ergebnisse verdeutlichen, wie komplex der Hausbau geworden ist und wie sensibel die Gebäude auf Baufehler regieren“, sagt Becker. Komplizierte Arbeiten, wie die Gebäudedämmung inkl. aller Anschlüsse an Fenster und Türen stellen höchste Ansprüche an die genaue Planung, Ausführung und Kontrolle der Bautätigkeit.
Die Schadenursachen bestätigen den Eindruck. Der Bauschadenbericht stellt demzufolge fest, dass fast 85 Prozent der untersuchten Schäden auf eine unzureichende Planung, Bauleitung und Bauüberwachung zurückzuführen sind. „Eine unabhängige Baukontrolle wird bei zunehmender Komplexität des Bauens immer wichtiger“, sagt Becker. Hierbei überprüfen qualifizierte Sachverständige im Auftrag des Bauherren die Vertragsinhalte samt Planung und kontrollieren die Bauausführung ergänzend zur üblichen Bauleitung. Das Mangel- und Schadenrisiko sinke dabei erheblich, so der Verbraucherschützer.
Die Entwicklung der Bauschadenkosten hat im Zeitraum von 2002 bis 2016 stetig zugenommen. Seitdem ist ein Rückgang um nahezu 50 Prozent zu verzeichnen. Die Zahlen können jedoch noch nicht abschließend betrachtet werden. „Die Schadenkosten werden aufgrund gestiegener Material- und Lohnkosten und durch den aktuell sehr hohen Anteil offener Schäden und Nachmeldungen noch deutlich zunehmen“, erklärt Becker. Gerade komplexe Schäden, die nicht kurzfristig bestimmt werden können, weisen hohe Schadensummen auf.

Bauschadenbericht:

(Quelle: https:/www.baustoffwissen.de/kategorie-ausbildung/azubi-ratgeber/hintergrundwissen/bauschadenbericht-2018-anstieg-bauschaeden-ursachen)

Alarmierende Zahlen


Beim Neubau von Wohngebäuden in Deutschland nimmt die Anzahl der Bauschäden weiter stark zu. Im Jahr 2016 gab es fast 90 % mehr Bauschäden als 2009 – heißt es in einer Pressemitteilung des Bauherren-Schutzbundes zum Bauschadenbericht 2018. Verantwortlich für die alarmierenden Zahlen seien vor allem die hohe Marktauslastung, der Fachkräftemangel und eine unzureichende Planung.

„Der Bauschadenbericht spiegelt wider, was unsere Bauherrenberater täglich auf der Baustelle erleben“, sagt Florian Becker, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbundes (BSB). Seit 2009 sei ein kontinuierlicher Anstieg der auftretenden Bauschäden zu beobachten. Der Ende September 2018 neu veröffentlichte Bauschadenbericht zeigt: Besonders mangelbehaftet sind Dächer, Decken, Fußböden und Wände sowie die Haustechnik. Eindringende Feuchtigkeit, die nicht vorschriftsmäßige Ausführung, Maßfehler, Risse und falsche Abdichtung sind die vorherrschenden Schadensbilder.

Da der Wohnungsbau in Deutschland seit 2009 insgesamt wächst, ist es an sich natürlich nicht verwunderlich, dass auch die Anzahl der Bauschäden zunimmt. Gleichwohl scheint das Wachstum von 89 %, das der Bauschadenbericht 2018 für den Wohnungsneubau zwischen 2009 und 2016 festgestellt hat, beunruhigend. Denn die Schäden verursachen zunehmend hohe Kosten. Laut Bericht stiegen die durchschnittlichen Bauschadenkosten von 49.000 Euro im Zeitraum 2006–2008 auf knapp 84.000 Euro im Zeitraum 2015–2017.

Die überproportional hohe Zunahme der Schäden führt der Bauherren-Schutzbund auf eine Überlastung der Bauunternehmen zurück. Das Zusammentreffen von hoher Auftragslage und Fachkräftemangel am Bau führe zu Termindruck und in der Folge dann eben oft zu Fehlern. „Bauen wird durch höhere gesetzliche Anforderungen und komplexere Bauteile immer komplizierter“, ergänzt Florian Becker. „Dadurch steigt auch die Fehleranfälligkeit bei der Planung und Bauausführung.“

Der BSB rät privaten Bauherren, die Arbeiten auf der Baustelle besser zu überwachen. „Kurzfristig kann der Verbraucher teuren Bauschäden nur mit einer baubegleitenden Qualitätskontrolle vorbeugen“, sagt Geschäftsführer Becker. In der Regel wird der Bauherr dafür aber nicht ausreichend Know-how besitzen. Möglicherweise hilft also nur die Anstellung eines externen Bausachverständigen, der in der Lage ist, die vertragsgerechte Bauausführung zu kontrollieren und Mängel frühzeitig zu erkennen. Der Anstieg von 89 % bezieht sich auf den Siebenjahreszeitraum 2009 bis 2016.

Der Bauschadenbericht heißt mit vollem Namen eigentlich „Analyse der Entwicklung der Bauschäden und der Bauschadenkosten“. Die Vorgänger-Veröffentlichung erschien 2015. Das „Update 2018“ hat erneut das Institut für Bauforschung (Hannover) im Auftrag des Bauherren-Schutzbundes erstellt. Dafür wurden wieder Versicherungsfälle der AIA AG ausgewertet – einer Spezialversicherung für Architekten und Ingenieure. Die Datenbasis für den aktuellen Bericht bildeten insgesamt 5.868 Berufshaftpflichtschäden von Architekten und Bauingenieuren aus dem Zeitraum 2002 bis 2016. Nach Angaben des BSB ist die Untersuchung repräsentativ für die Branche.

Die Ergebnisse der Vorstudie von 2015 bezogen sich auf den Betrachtungszeitraum 2002 bis 2013. Ein Ergebnis war, dass sich bei der AIA AG die Berufshaftpflichtfälle mit Bauschäden von 2002 bis 2008 ungefähr verdreifacht hatten. In diesem Zusammenhang ist der Hinweis vielleicht nicht ganz unwichtig, dass 2002 zugleich das Jahr ist, in dem in Deutschland die erste Energie-einsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten ist. Damals änderten sich also auf einen Schlag viele gesetzliche Anforderungen an Neubauten, die Architekten und Bauingenieure bei ihrer Planung fortan berücksichtigen mussten.

Der Bauschadenbericht von 2015 konstatierte ferner eine vorübergehende Stagnation der Schadenzahlen ab 2009. Ab 2013 folgte dann aber wieder ein deutlicher Anstieg. Aus dem „Update 2018“ geht nun hervor, dass sich die Schadenzahlen von 2009 bis 2016 nochmal um 89 % erhöht haben. Im Gesamtbetrachtungszeitraum 2002–2016 ergibt sich insgesamt eine drastische Steigerung der Schadenzahlen um etwa 377 %. Immerhin: Die Analyse zeigt auch, dass sich die Zunahme von Bauschäden von 2002 bis 2016 allmählich verlangsamt. Trotzdem sind die jährlichen Zuwachsraten immer noch hoch.

Typische Bauschäden an Außenwänden

(Quelle:162043.htmlhttps://www.bauhandwerk.de/artikel/bhw_Wasser_und_Salz_Typische_Bauschaeden_an_Aussenwaenden_aus_Mauerwerk-162043.html

Verwitterung eines Natursteinsockels durch Salzschäden


Salzschaden durch jahrzehntelange Schneeräumung auf dem zuvor mit Salz bestreuten Fußweg
Dieses Sandsteingewände wurde im Laufe der Jahre wahrscheinlich durch Feuchtigkeit und Frost zerstört
Reparaturarbeiten an der stark geschädigten Natursteinfassade des „Altenberger Doms“.
An dieser Mauerecke sind die typischen, durch Salzkristallisation verursachten weißen Ausblühungen auf der Oberfläche der Backsteine gut zu erkennen.
Für die Putzschäden ist Feuchtigkeit im Mauerwerk verantwortlich.
Dieser Torpfeiler wird durch den Grasbewuchs und den damit einhergehenden ständigen Feuchtigkeitseintrag allmählich zerstört.
Horizontale Bauwerksabdichtungen schützen das Mauerwerk zuverlässig vor aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Erdreich, weshalb der nachträgliche Einbau ­oftmals sinnvoll ist
Die Fassade ist ein komplexes Bauteil, das die architektonische Gestalt eines Gebäudes definiert und gleichzeitig die Bausubstanz vor Umwelteinflüssen schützen muss. Ein versierter Gutachter, ob nun Architekt, Ingenieur oder Restaurator im Handwerk, kann schon bei der ersten Begehung eines Gebäudes anhand der typischen Schadensbilder eine Reihe von Schäden erkennen.

Feuchtigkeitsschäden entstehen grundsätzlich durch eindringendes Wasser, das über drei Wege ins Mauerwerk gelangen kann: Von außen über die Mauerwerksoberfläche, von innen in Form von Tauwasser oder durch physikalische und chemische Wirkungsmechanismen im Mauerwerk selbst. Weiterhin gibt es auch noch Wege, die dem Wasser von so genannten „anthropomorphen“ Instandsetzungs- und Nutzungsfehlern oder unterlassenen Reparaturarbeiten eröffnet werden.

An Natursteinmauerwerk aus Sandstein lassen sich vor allem durch Feuchtigkeit verursachte Schadensarten in aller Regel schon mit dem bloßen Auge erkennen:

• verwitterte Bereiche mit geringen Schäden, also absandende, abmehlende, abpudernde oder verschmutzte Oberflächen bis maximal 5 mm Tiefe. Sie lassen sich je nach Festigkeit der verwendeten Gesteinsart meistens an bis zu 85 Prozent der Oberfläche feststellen.
• einzelne, stark geschädigte und bereits abblätternde Bereiche bis etwa 40 mm Tiefe findet man meist an Steinpartien, die einer starken Wassereinwirkung ausgesetzt waren, obwohl sie bündig in der Fassadenfläche liegen. Es handelt sich dabei meist um die unteren Steine der Fenstergewände, die Steine der umlaufenden Gurtgesimse, die Ecksteine der westlichen Außenwand sowie um einen Teil der unteren Sockelsteine, die durch Oberflächen- und Spritzwasser geschädigt werden
• sehr stark geschädigte Bereiche mit einer Zerstörung bis in 150 mm Tiefe an exponierten, zumeist profilierten oder anderweitig gestalteten Steinpartien. Es haben sich schwarze Krusten oder gar Schalen gebildet, die vom Frost abgesprengt wurden. Es handelt sich meist um Gurtgesimse, Fenstersohlbänke und -verdachungen
Ausschließlich an zwei- oder mehrschaligem Mauerwerk tritt das Schadensbild auf: weiße Fahnen auf der Mauerwerksoberfläche; es handelt sich dabei um Kalkausblühungen, die sich infolge von Kalkauswaschung aus der inneren Füllschicht und dem Kalkmörtel der Steinfugen des zweischaligen Mauerwerks an der Oberfläche abgelagert haben.
Die schwarze Schmutzkruste soll angeblich, wie immer noch häufig behauptet wird, den Naturstein nicht schädigen, sondern ihn sogar vor Verwitterung schützen. Vor solchen Irrtümern sei gewarnt, denn bei der Krusten- oder Schalenbildung hört das Zerstörungswerk darunter niemals auf, sondern setzt sich in Form von Bindemittelumlagerungen immer weiter fort. Es handelt sich bei solchen Krusten zumeist nicht allein um abgelagerten Schmutz, sondern immer auch um Säureangriffe und andere chemische Prozesse: Der Kalkanteil eines weichen Sandsteins mit großem Porenvolumen und reiner Kalk- oder Glaukonitbindung wird zu Gips umgewandelt, der Eisenanteil zu Rost; Kalksteine karbonatisieren mit ihrer ganzen Oberfläche zu Gips. Außerdem gibt es auch noch mikrobiologische Zerfallswirkungen: Es handelt sich dabei um hinter den Schalen oder direkt auf dem Mauerwerk sitzende Mikroben, die durch CO2-Abgabe und die Produktion von Säuren den Stein langfristig zerstören können.